(Allgemein)-Bildung?

„Sind Sie besser als der Durchschnitt?“

Der Spiegel (Kulturspiegel Nr. 9, Sept. 11, S. 14 – 17) gibt mal wieder Kultur vor, in 4-fach eingesprungenen Jauchs.

Wer ist der Durchschnitt? Herr Beckmann, Frau Gerster, Christiane oder Martin? Oder ist „Durchschnitt“ unser Bildungsziel?

Wenn Sie also besser als der Durchschnitt sein wollen, dann sollten u.a. wissen, was (Goethes) Faust nie studiert hat (weshalb eigentlich?), oder wo Herta Müller geboren wurde (was bringt mir das?) und noch viel mehr aus der Kategorie „was Du nicht weißt, mach Dich nicht heiß – oder wie“. Sie sollten aber auch Notenlesen können und sich die vorsingen können, dann ist Ihnen gleich klar, wer das komponiert hat (Hallo, Klassik natürlich, U-Musik gilt nicht als Bildung). Und dann?

Dann wissen Sie ob Sie besser als der vom Spiegel definierten „Durchschnitt“ sind. Bis dahin haben Sie eine Buchhandlung besucht (30 min), mindestens 5 € ausgegeben und dann in etwa 1 1/2 Stunden den „Wissenstest“ absolviert. Das hält die Volkswirtschaft am Laufen.

Der nette Herr Verbeet erklärt uns dann auf weiteren 2 Seiten warum der Spiegel das Ganze denn gemacht hat. Natürlich wegen der Bildung. Initiale war der berühmte Zlatko „Big Brother“ Trpkovski, der mal wieder nicht wusste was Shakespeare gemacht hat. Daraufhin hat der Spiegel dann einen hochstehenden „Kultur-Wissenstest“ entwickelt („Was wissen die Deutschen überhaupt?, … was die Deutschen von Kunst und Kultur verstehen“) wobei Kunst und Kultur ja doch zwei wichtige Elemente von Bildung sind…. hm oder ist Kunst Kultur? oder wie?

Das Ergebnis war (wie immer beim Spiegel) hoch relevant, neue Zeichen setzend, wissenschaftlich …. Talmi.

Und warum hat der Spiegel das gemacht?

  • a. Weil damit 4 Seiten im Kultur SPIEGEL voll sind.
  • b. Weil der SPIEGEL es nicht ertragen kann, dass Herr Jauch mit seinen 4-Zeilern so erfolgreich ist.
  • c. Weil damit was verkauft werden soll.
  • d. Der SPIEGEL möchte FOCUS-Leser abstauben.
  • e. Weiß nich.

Gruß, Hannibal

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